Solidarität in der Machtlosigkeit
Auch wir in der Seelsorgeeinheit Taubergrund versuchen, die Verfolgten in den aktuellen Kriegs- und Krisengebieten im Gebet zu begleiten und aktiv zu unterstützen. Auf dieser Seite möchten wir Sie über die Aktionen in unserer Seelsorgeeinheit und in der Diözese Rottenburg-Stuttgart informieren.
Möchten Sie uns in unserem Bemühen unterstützen? Dann setzen Sie sich gerne mit dem Pfarrbüro in Verbindung.
Hilfsgüter in der Ukraine angekommen!!
Am 1. September packten freiwillige Helfer aus Creglingen und Weikersheim in der Firmenhalle von Ulrich Schönberger in Creglingen 250 standardisierte Pakete mit je 6,5 kg haltbaren Lebensmitteln und Dingen des täglichen Gebrauchs auf acht Paletten. Dazu kamen noch extra zwei große und vier kleine Stromgeneratoren. Die verschiedenen Hilfsgüter kaufte Herr Schönberger bei den Creglinger Firmen Edeka Dürr und Udo Naser. Manche Dinge waren sehr schwer zu bekommen und konnten erst nach langer Suche im Internet beschafft werden. Die ganze Hilfsaktion war nur möglich durch großzügige Spenden von Privatpersonen, der evangelischen Kirchengemeinde Creglingen sowie der beiden katholischen Kirchengemeinden Creglingen und Weikersheim aus verschiedenen Veranstaltungen und Kollekten.
Am Morgen des 14.Oktober 2022 war es dann soweit. Herr Schönberger startete seinen Transporter mit Anhänger, beladen mit 3,6 Tonnen Hilfsgütern, Richtung Lemberg in der Ukraine. Seine lange Fahrt von ca. 800 km allein im Führerhaus führte ihn zunächst über Wien in Österreich nach Bakony in Ungarn, wo er sich mit Robert Häusler, Pfarrer Istvan Gegoe und dem Lemberger Pfarrer Ihor Holovchak traf. Nach Übernachtung und Stärkung führte nun die gemeinsame Fahrt mit zwei Fahrzeugen über Budapest an die ukrainische Grenze. Die vorbereiteten Zollformalitäten und die guten Sprachkenntnisse der beiden begleitenden Pfarrer halfen die ukrainische Grenze relativ reibungslos um ca. 15:00 Uhr zu passieren. Die Fahrt in der Ukraine führte über schwierig zu befahrende Straßen durch die Karpaten und unterbrochen durch Sandsäcke, Maschinengewehre und Panzersperren gesicherte Checkpoints des ukrainischen Militärs. Um 22:30 Uhr und nach 750 km erreichten wir Sukovoly bei Lemberg, die Heimatgemeinde von Pfarrer Holovchak. Dort wartete schon eine Gruppe hilfsbereiter Gemeindemitglieder um die Fahrzeuge zu entladen und die Sachen in der Garage des Pfarrers einzulagern. Um 23:15 Uhr war alles erledigt.
Am nächsten Morgen nach der Heiligen Messe noch ein Fototermin mit allen Beteiligten und Kirchenbesuchern und Start der Rückfahrt um 11.00 Uhr. Nach einer weiteren Übernachtung in Bakony erreichte Herr Schönberger am Montag, den 17.Oktober, nach insgesamt gefahrenen 3100 km um 22:00 Uhr wieder die Heimatadresse Äckerbrunnen in Creglingen.
Ein ganz besonderer Dank geht an Ulrich Schönberger, der in einem unermüdlichen und selbstlosen Einsatz diese große Hilfsaktion organisierte und zu einem guten Ende brachte.
… DA BERÜHREN SICH HIMMEL UND ERDE…
Benefizkonzert für die Geflüchteten aus der Ukraine
14.05.22 kath. Kirche Weikersheim
Besitzt doch Musik bemerkenswerte Eigenschaften: So kann sie unterhalten, etwas untermalen und elementare Gefühle wie Freude, Trauer, Trost und Hoffnung hervorrufen und widerspiegeln. Besonders intensiv zeigen sich diese Eigenschaften in einer von Pandemie, Krieg und polarisierenden politischen Ansichten geprägten Zeit, die uns Menschen als Gruppe und individuelle Person erfasst und belastet.
Zu einem ganz besonderen Benefizkonzert für die Geflüchteten aus der Ukraine fanden sich am vergangenen Wochenende in Weikersheim und in Schrozberg vier engagierte Musikerinnen und Musiker zusammen, die nach langer coronabedingter Schweigezeit vor allem die helfende und Hoffnung schaffende Kraft der Musik aufzeigten.
Ebenso individuell wie das Erleben menschlicher Gefühle setzt sich die Gruppe in ihrer Besetzung zusammen. Mit Anne Beyer, die Chansons, Balladen und Lieder von Birgit Kley und aus der eigenen Feder intensiv und ergreifend umsetzte, musizierten Inge Franzreb mit dem Akkordeon, welches starke Akzente setzte, Janina Zängle in vielfältigem Spiel mit Querflöte und Perkussionsinstrumenten, aber auch mit einer einprägsamen stimmlichen Umsetzung der vielfältigen Texte und, als Basis des Ganzen, Hermann-Josef Beyer am E-Piano. Die intensive Durchdringung menschlicher Grunderfahrungen zeigen bereits die Titel der Lieder auf: Wie ein Lachen, Auf die Reise geh’n, Durch das Dunkel, Mit den Augen eines Kindes, Wo ist Heimat! Steh auf!. Die vielfältigen anregenden Texte fanden ihr Gegenüber in der Verwendung wechselnder musikalischer Elemente. Da trafen Jazz und Improvisation auf klanggestalterische Umsetzungen, die einem Wort, einer Idee, erst die besondere Bedeutung gaben. Melodien die schnell ins Ohr gingen, luden zum Mitsingen ein. Querflöte und Akkordeon brachten besondere Klangfarben ins Spiel, für den intensiven Drive sorgten die Rhythmusinstrumente. Die hohe Kunst des gemeinsamen vokal/instrumentalen Musizierens, die während der strengen Pandemie oft nicht möglich war, erwachte hier auf mustergültige Weise zu neuem Leben. Alterierend zu den Liedern musizierten Inge Franzreb und Hermann-Josef Beyer instrumental in ausdrucksvollem Spiel „Unterwegs“ und „All of you“ und brachten so eine weitere musikalische Form ins Spiel.
Nicht zu vergessen sei die Einbeziehung der Zuhörer durch die Einladung zum Mitsingen ausgewählter Liedteile. Hier zeigte sich, wie groß doch das Bedürfnis ist, eigenen individuellen Erfahrungen mit Hilfe der Musik Ausdruck zu verleihen. Bevor das bemerkenswerte Konzert mit einer Zugabe „Abend wird es wieder“ endete, setzten Pfarrer Gegö von der katholischen Kirche in Weikersheim und Pfarrer Leiberich, Seelsorger der evangelischen Kirchengemeinde in Schrozberg, verbunden mit Dankesworten an die Mitwirkenden, einen Impuls zum gelebten Christentum, welches hier einen außerordentlichen musikalischen Ausdruck fand.
Das Konzert in Weikersheim ergab einen Spendenerlös von 392,00 € für den Hilfstransport.
Viele haben durch den Krieg alles verloren
Jan-Eric Michel von den Fränkischen Nachrichten berichtete über unsere Hilfsaktion. Den gesamten Artikel haben hier als Download für Sie bereitgestellt.
Hilfsaktion startet!
Die Kirchengemeinderäte der Seelsorgeeinheit Taubergrund (Kirchengemeinden Creglingen und Weikersheim) haben sich zusammengetan und überlegt, wie auch sie den Menschen in der Ukraine schnell, unbürokratisch und direkt helfen können.
Herr Pfarrer Gegoe hat während seiner Studienzeit in Innsbruck Freundschaft zum heutigen Pfarrer in Lemberg geschlossen. Zu ihm halten die Verantwortlichen der Aktion per Skype, Telefon und Email den Kontakt und können sich so über die aktuelle Lage laufend informieren. Als Pfarrer in Lemberg versucht er, vor Ort den Menschen zu helfen. Die Kirchengemeinderäte der Seelsorgeeinheit Taubergrund haben ihm hier Unterstützung zugesagt. Diese Hilfe wird nun konkret und Sie alle können diese Hilfe unterstützen!
Nach einer Videokonferenz mit dem Lemberger Ortspfarrer werden im Moment vor allem haltbare Lebensmittel, Hygiene- und Babyartikel, Stromgeneratoren und Leerkanister für Benzin gebraucht. Diese Hilfsgüter werden nun in den nächsten Tagen von den Verantwortlichen der Kirchengemeinden Creglingen und Weikersheim organisiert, standardisiert gepackt und zeitnah nach Lemberg gebracht. Durch die standardisierten Hilfspakete können die Kapazitäten in den Transportfahrzeugen optimal genutzt und ein evtl. Umladen an der Grenze zur Ukraine reibungslos geplant werden.
Wie können Sie nun konkret helfen?
Hilfe ist möglich, indem Sie Hilfs-Pakete, Generatoren und Kanister (mit-)finanzieren. Ihre Spende hierzu überweisen Sie bitte auf das Konto der Kath. Kirchenpflege Creglingen IBAN: DE08 6735 2565 0000 6058 16 bei der SK Tauberfranken. (Spendenbescheinigungen können ausgestellt werden.)
Die Hilfsgüter werden von Kirchengemeinderats-Mitgliedern direkt an die Kontaktpersonen aus Lemberg übergeben, dort entweder für Geflüchtete aus der Ostukraine verwendet oder auch an verschiedene Bedürftige in der Ostukraine weitergeleitet. Durch den persönlichen Kontakt kommt die Hilfe in jedem Fall direkt dort an, wo die Hilfe nötig ist! Bei Rückfragen können Sie sich gerne an Herrn Schönberger, Frau Schlenker oder mit dem Pfarramt in Verbindung setzen.
Friedensgebet für die Ukraine
Am Samstag den 26.2.2022 fand die Vorabendmesse in der kath. Kirche zum Kostbaren Blut in Weikersheim unter dem Thema FRIEDENSGEBET für die UKRAINE statt. Der Kriege zwischen Russland und der Ukraine, der am Do. 24.2.22 begann erfüllt viele Menschen mit Angst und großer Sorge. Dies nahmen wir zum Anlass in der hl. Messe um ein Ende des Krieges zu beten.
Als sichtbares Zeichen erhielt jeder Gottesdienst-Teilnehmer eine Friedenskerze die er mit zu seinem Platz nahm. Die Fürbitten galten verstärkt
-dem Geist der Hoffnung und der Zuversicht in Zeiten von Angst und Ohnmacht
-dem Geist der Friedfertigkeit und der Ehrfurcht vor dem Leben
-dem Beistand des hl. Geistes um Hellhörigkeit und Hilfsbereitschaft
Nach dem VATER UNSER wurde an der Osterkerze das Friedenslicht entzündet und an die Gläubigen weitergegeben mit den Worten:
Versöhnung ist nur möglich, wenn wir einander die Hand reichen.
So geben wir heute als Zeichen des Friedens dieses Licht weiter für Versöhnung und Frieden untereinander und unter den Völkern.
Danach beteten wir gemeinsam das Friedensgebet. Die Kernbotschaft des Meditationstexts hieß:
„Krieg ist immer eine Niederlage für die gesamte Menschheit“, und…
„Es ist nie zu spät, um einander zu verstehen und Verhandlungen fortzusetzen“,
Der Schlusssegen endete mit den Worten Gehet hin, tragt das Licht des Friedens in die Welt ….und bringet Frieden.
Wir helfen angesichts dieses Leids, wo immer es uns möglich ist
Unter diesem Link können Sie die aktuellen Informationen der Diözese Rottenburg-Stuttgart abrufen.


















